Im Naturwissenschaftsunterricht drehte sich alles um ein Thema, das auf den ersten Blick eher ungewöhnlich klingt, aber erstaunlich vielseitig ist: Schleim.
Für viele „Aha“-Momente – und auch für ein bisschen Ekel-Faszination – sorgten Achatschnecken, die dankenswerterweise vom Institut für Fachdidaktik der Universität Innsbruck an Schulen verliehen werden. Doch warum eigentlich Schnecken im Unterricht? Ihr Schleim zeigt eindrucksvoll biologische Schutz- und Bewegungsmechanismen und ganz nebenbei sorgt ihr gemächliches Tempo dafür, dass man sich Zeit für genaues Beobachten nimmt – in einer Welt voller Hektik gar nicht so unwichtig. Kurz gesagt: Schnecken bringen Wissenschaft auf Augenhöhe (nur etwas langsamer).
Schleimig ging es weiter bei einem Crash-Kurs zum Thema heimische Amphibien und ihre ans Wasser gebundene Entwicklung (von schleimigen Laichballen zu Schutzkonzepten von Lebensräumen).
In einer Unterrichtseinheit wurden Chiasamen und die Blätter der Aloe vera untersucht, Aloe vera-haltige Getränke analysiert und ihre Inhaltsstoffe genauer betrachtet. Zusätzlich wurde nicht nur die heilende Wirkung der Pflanze besprochen, sondern auch ihr breiter Einsatz in der Kosmetikindustrie – von Hautpflege bis After-Sun-Gel.
Auch medizinische Aspekte wurden beleuchtet, insbesondere die Krankheit Mukoviszidose, bei der Schleim eine zentrale Rolle spielt und den Alltag der Betroffenen stark beeinflusst.
Das Projekt zeigte eindrucksvoll, dass „Schleim“ weit mehr ist als nur ein unangenehmes Wort – nämlich ein spannendes Forschungsthema zwischen Biologie, Medizin und Alltagsleben.
Irene Mayerl








