Die 4GHW des Medienzweigs durfte gemeinsam mit Frau Prof. Lucia Hofer während der Entstehung des Gedenkorts Reichenau an einem künstlerischen auditiven Workshop teilnehmen. Der Workshop wurde von Studierenden der Universität für angewandte Kunst Wien unter der Leitung der Künstlerin Ricarda Denzer gestaltet und stellte die Wahrnehmung, das bewusste Hören und das Erleben von Raum und Erinnerung in den Mittelpunkt.
Ziel war es, sich dem historischen Ort nicht nur über Fakten, sondern auch über den Hörsinn und persönliche Eindrücke anzunähern. Dabei spielte auch die aktuelle Umgebung des Areals eine zentrale Rolle: Auf dem Gelände befindet sich heute zum Beispiel auch der Recyclinghof Innsbruck. Dieser alltägliche Ort steht in starkem Kontrast zu seiner belasteten Vergangenheit und regt dazu an, über den Umgang mit Geschichte im öffentlichen Raum nachzudenken.
Besonders der neue Kamin des Recyclinghofes wirkt dabei wie ein stilles Mahnmal – er erinnert auf eine groteske Art und Weise an die damaligen Kamine der KZs. Wo wir heute Müll trennen, platzierte das Nationalsozialistische Regime einen Ort, wo Menschen, die unter den Folgen der systematischen Unterteilung, „lebensunwert“, „artfremd“ und „minderwertig“ aus der Gesellschaft ausgeschlossen und auch umgebracht wurden.
Besonders der neue Kamin des Recyclinghofes wirkt dabei wie ein stilles Mahnmal – er erinnert auf eine groteske Art und Weise an die damaligen Kamine der KZs. Wo wir heute Müll trennen, platzierte das Nationalsozialistische Regime einen Ort, wo Menschen, die unter den Folgen der systematischen Unterteilung, „lebensunwert“, „artfremd“ und „minderwertig“ aus der Gesellschaft ausgeschlossen und auch umgebracht wurden.
Für die Schülerinnen war die Auseinandersetzung mit dem entstehenden Gedenkort eine eindrückliche und nachhaltige Erfahrung. Die Vergangenheit des NS-Regimes in Innsbruck wurde plötzlich greifbarer und rückte wieder ins Bewusstsein.
Im Rahmen dieses Workshops entstand ein intensiver Diskurs über zeitgemäße Erinnerungskultur und über die Frage, wie Geschichte heute vermittelt und erfahrbar gemacht werden kann. Ein weiterer Schwerpunkt war dabei historische Verantwortung zu übernehmen und Geschichte lebendig zu halten – gerade an Orten, die heute Teil unseres Alltags sind.




