Modeferrari „greift“ nach dem Mars

Unsere Modeferrarischülerinnen arbeiten derzeit zusammen mit HTL-SchülerInnen aus Innsbruck, Fulpmes und Jenbach am Raumanzug für Negev-Wüste mit. Im Österreichische Weltraum Forum (ÖWF) in Innsbruck informierte sich daher vor kurzem Forschungslandesrat Bernhard Tilg über den Stand der Vorbereitungen für die AMADEE-20-Expedition. Eine Mars-Feldsimulation, die im Oktober und November 2020 in der israelischen Negev-Wüste stattfinden wird. Dabei schlüpfte LR Tilg sichtlich stolz und neugierig in die Prototypen der trickreichen Ferrari-Marshandschuhe, die unsere Modeschülerinnen designt und gefertigt haben. Zuvor präsentierte unsere Lisa König (vierte Modeklasse) den ExpertInnen Design, Funktionalität und Materialeigenschaften der neuen Marshandschuhe, die der Tiroler Astronaut Robert Wild dann auch beim Simulationstraining in der Negevwüste tragen wird. Wild war begeistert von der Bedienfreundlichkeit der Handschuhe. Mit ihnen muss er ja äußerst sensible Bewegungen ausführen können. Daher ist eine vielfältige Funktionalität der Handschuhe entscheidend für die notwendigen händischen Steuerungsfunktionen bei einer Marslandung.


Für LR Tilg ist die Entwicklungsarbeit des ÖWF für die bemannte Raumfahrt zum Roten Planeten von großem Wert: „Tirol ist eine viel beachtete Schnittstelle der Weltraumforschung geworden, wo interdisziplinär auf höchstem internationalen Niveau gearbeitet wird. Vom Mission Support Center mit dem ‚Flugkontrollraum‘ wird von Innsbruck aus die Expedition in die Negev-Wüste geleitet. Dieses Testgelände ist sehr vielseitig und hat geologische Ähnlichkeiten mit dem Mars. Ich freue mich ganz besonders, dass mit der Modeferrarischule auch andere Tiroler SchülerInnen in die Vorbereitung von AMADEE-20 eingebunden sind.“

Die letzte Mars-Simulation führte 2018 in den Oman. Auch damals war die Modeferrarischule mit von der Partie. Sie steuerte die Hülle des Marsanzuges bei. Das vom Land Tirol geförderte ÖWF wird nun im nächsten Jahr in Israel einen neuen Raumanzug testen, der auch mit Tiroler Knowhow entwickelt wird.
Neben Universität Innsbruck und Management Center Innsbruck wirken die HTLs in Innsbruck, Fulpmes und Jenbach sowie die Modeferrarischule Innsbruck an der Entwicklung des neuen Raumanzuges „Serenity“ mit. „Ein tolles Projekt“, lobt Projektchef und Astrophysiker Gernot Grömer.