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Frühstück im Dunkeln

Mit Professor Werner Willard besuchten wir den Blinden- und Sehbehindertenverband Tirol. Wir hatten ein Frühstück im Dunkel gebucht, um gemeinsam die Erfahrung zu machen, wie erblindete Menschen ihren Alltag meistern. Im Blindenheim angekommen, wurden wir sehr herzlich von der Geschäftsstellenleiterin empfangen. Kurzerhand gab sie uns auch die Augenbinden, die wir während des gesamten Frühstücks tragen sollten. Nachdem alle die Augenbinden aufgesetzt hatten, ging es in einen dunklen Raum in dem Tische und das gebuchte Frühstück auf uns wartete. Als alle Schülerinnen am Tisch saßen, begannen wir das Frühstück zu verzehren, was nun leichter klingt, als es dann schlussendlich war. Wir wussten zuerst nicht, was sich alles auf den Tischen befand. Dieses mussten wir durch Tast- und Kostproben herausfinden. Es gab Semmeln, Butter, Marmelade und auf einigen Tischen fanden wir Kaffee, Tee und Milch. Jede Gruppe saß zu viert am Tisch. Wir probierten, uns gegenseitig Sachen zu reichen, dies gelang jedoch nicht immer, da wir nichts sahen und allein durch die akustische Wahrnehmung nicht erkennen konnten, wo sich die andere Person gerade befand. Es war sehr schwierig, ohne Licht zu essen, dennoch war es eine gute Erfahrung, das Leben von sehbehinderten Menschen am eigenen Leib zu erfahren. Während des gesamten Frühstücks stellten wir uns die Frage, wie man alltägliche Aufgaben ohne den Sehsinn meistern konnte. Am Ende des Frühstückes bekamen wir dann auf unsere zahlreichen Fragen Antworten von unserer Betreuerin, die uns auch gewisse Hilfsmittel von Sehbehinderten näher brachte. Wir alle gingen mit dem Gefühl des großen Respekts und der Bewunderung für sehbehinderte Menschen nach Hause. – Sarah Turisser, ALW II

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